Konsolen-Rückspiegel, Modell 2009

Modern Warfare 2 No Russian
Modern Warfare 2, No Russian: © 2009 Infinity Ward, Inc.

Ein Jahr voller Misverständnisse

Wir schreiben den 04.01.2010, und ich schreibe meinen Jahresrückblick 2009. Das ist mal wieder typisch: Mein Ich hinkt dem Wir hinterher, und meine Intros liefen auch mal besser.

Aber fuck it, wen kümmert’s, an 2009 hinkte so einiges, und deshalb jetzt, ohne weiteres Rumgeseiere und Ado-de-do-de-do — eine launenhaft lose Liste luschig-lustiger, langweiliger, laster… liebes… lücken… lach…

Jajaja, los geht’s!

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Das Märchen von der Erwachsenenunterhaltung

Rated M for Mature — ESRB

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Hinweis: Es gibt keinen.

Wenn in deutschen Foren und Studibuden über verweigerte USK-Freigaben und das Verbot sogenannter Killerspiele diskutiert wird, dann fällt ganz fix ein Begriff, der in den Augen der Geknechteten und Unterdrückten alles zu rechtfertigen scheint, was das Entwicklerhirn so hergibt: »Erwachsenenunterhaltung«.

»Erwachsenenunterhaltung« ist das alles übertrumpfende Schlagwort in einer Debatte auf Lebenszeit. »Erwachsenenunterhaltung«, so der Tenor, müsse von Erwachsenen ohne Bedingungen, ohne Wenn und Aber, ohne Hindernisse oder sonstwas frei und fröhlich erworben werden dürfen. Unter-der-Ladentheke, Werbeverbote, entfernte Hakenkreuze — alles gängelnder Mumpitz hinsichtlich der Eindeutigkeit der Zielgruppe und Inhalte.

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Tausend geile Tode: Demon’s Souls (PS3)

Demon's Souls PS3
Render: © 2009 Sony Computer Entertainment Inc.

Und wieder von vorne… HELL, YEAH!!!

Das hier wird ganz kurz: Kaufen. Spielen. Krankmelden.
Und vor allem: Vorher keine Reviews lesen!

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PS3 Intro: Playstation Notwork und Hohohome (PS3)

PS3, PSN, Playstation: Crappyright 200x Sony Entertainment Clowns

|||||||||||||······· (65%)

Vor rund zwei Jahren habe ich über meine damals neu erstandene Xbox 360 geschrieben:

Falls es jemals ein System gegeben haben sollte, das derart laut »ich bin eine Hardcore-Gaming Maschine« gebrüllt hat — hier steht es. Alles, wirklich alles an der hellgrauen Kiste scheint für einen einzigen Zweck entworfen und tatsächlich diesem einen Zweck zu dienen: 24 Stunden am Tag on- oder offline die Controlsticks bewegen, Knöpfe drücken, Punkte sammeln, Level freischalten, besser sein als der Gegner. Sieben Tage die Woche, 50 Wochen im Jahr. Die zwei übrigen dienen dem Durchatmen.

Seit ein paar Tagen steht nun eine Playstation 3 neben besagter Xbox. Und wie sehr ich mich auch bemühe, wie (durchaus) beeindruckt ich von einigen PS3-Titeln auch sein mag — eine »Hardcore-Gaming-Maschine« ist das Ding beim besten Willen nicht.

Um ehrlich zu sein, kann ich das gute Stück überhaupt nicht richtig einordnen; ein Problem, dass sich mir auch bei der PSP stellt, sich hier aber um ein vielfaches verstärkt: Irgendwie will Sony alles und schafft gar nix.

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Der einzig wahre Satz zu Project Natal (Xbox 360)

Screencapture: © 2009 Microsoft Corporation

Der Morgen nach Microsofts E3-Pressekonferenz

Ich sitze mit meiner Freundin und unseren zwei Jungs am Küchentisch beim Frühstück. Natürlich erzähle ich von Project Natal, Milo, der herumhampelnden Demo-Tante mit ihrer miesen Trefferquote und dem lustigen »Künstler«, der eine virtuelle Wand bekleckste. Ich erwähne auch die interessanten Versuche des Entwicklungschefs (oder was das war), uns die Dashboard-Navigation per Gesten schmackhaft zu machen.

»Jetzt soll man alles per Körperbewegung steuern«, sage ich, »und per Sprachbefehl. ›Stencil« soll man rufen oder ›Finish‹, oder man wischt mit der Hand von links nach rechts und von oben nach unten. So blättert man dann. Beim Malen wackelt man dafür stark oder leicht mit dem Arm, und dann reagiert das Spiel irgendwie. Dünne Striche, dicke Kleckse, ›Red‹, ›Blue‹ undsoweiter.«

Ich fahre fort: »›You are the Controller‹, heißt es, und Spielberg war vor Ort und fand es natürlich ganz dufte. Und dann haben sie allen Zuschauern erklärt, dass das größte Problem der Spieleindustrie schließlich dieses Ding in der Hand sei, die Fernbedienung, die fehlende Unmittelbarkeit, die vielen Knöpfe, die Lernkurve, die Komplexität.«

»Jetzt«, so wiederhole ich die Aussage des Xbox-Meisters, »jetzt braucht man keinen Controller mehr.« Und meine Freundin:

Dafür aber ein Handbuch.

10 Dinge, die ich an dir liebe…

Arm dran: Bionic Commando (Xbox 360)

Bionic Command Xbox 360
Screenshot: © 2009 Capcom.co., Ltd.

Ist das ne Movie-Adaption, oder warum ist das Spiel so schlecht?

Bionic Commando ist ein Spiel,m das wer das die Zeilen nicht wert ist, die ich hier schreibe. Bedeuten sie doch bloß noch mehr Zeit mit einer Sache zu verbringen, die so unters unterirdisch scheiße ist, dass die so schlecht mies so ein kompletter dreck

Ich hatte keine Erwartungen ich dachte: »Hey, rumhüpfen und rumballern, Crackdown trifft Spiderman«, so in etwa, macht bestimmt Laune. Nix da. Das Menu ist cool, un und eine einige Geschichten von wegen Steuerung und und keine Ahnung was noch — das Man Menu ist cool. Der Rest ist Dreck.

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Mehr Frust, bitte oder Remember When Games Were Hard?

Grafik: DAS nenn ich ausgewogen, Ihr weichgespülten Heulsusen.

This is for the hardest of the hardcore

Ninja Gaiden, N+, Ikaruga. Weeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeh, wie geil, und der Controller landet durchgenagt an der Wand aus dem Fenster auf der Straße.

Aber so muss das sein, oder nicht? Noch ein Versuch, noch ein Continue, noch ein Versuch, dreckskackmistverfickerscheiß ich kotz glei… noch ein Versuch, das muss doch irgendwie scheißendedrecksKACKEVERFICKTE!!!!

Ich steh drauf. Ich brauch das. Nicht immer. Aber immer mal.

Dabei kann ich beim besten Willen nicht von mir behaupten, ein sonderlich »guter« Spieler zu sein, der die außergewöhliche Herausforderung sucht, weil er sonst einschläft. Ich scheitere im Gegenteil so häufig wie regelmäßig an billigen Hürden und brauche für komplexe Passagen sicher doppelt so lange wie andere. Ich kann mir schlecht Muster merken, und ich übersehe am laufenden Bildrand wichtige Hinweise.

Trotzdem liebe ich Games mit hohem Schwierigkeitsgrad und bin extrem angenervt von all den lustig-locker-flockigen Durchzockspielchen der letzten Jahre.

Prince of Persia ist da nur die Spitze des Lalaberges.

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Offenes Work in Progress zur »Killerspiel«-Debatte

rosa papagei brille nachplappern
Foto: law_keven

Brainstorming, Baby, Braaaaaaaaaaaaains!!!

Dies hier ist kein fertiger Beitrag. Es ist eine Liste, die mir als Sammelstelle dient für ständig wiederkehrende Aussagen zur unsäglichen »Killerspiel«-Debatte.

Es sind dies nicht die Aussagen der Verbotsbefürworter oder »Politiker«, wie sie in einschlägigen Blogs gerne genannt werden, sondern Aussagen von Spielerinnen und Spielern (haha).

Halbwegs ungeordnet. Absolut unvollständig.

Wenn ich groß bin, bringe ich das ganze vielleicht einmal in einen Gesamtzusammenhang, doch dafür muss noch viel Wasser den Rhein und Pixelhirn die virtuelle Wand herunterfließen.

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Warnung vor FIFA 09 Ultimate Team (Xbox 360)

fifa 09 ultimate team kaputt
Foto: luft draussen von uncle.o.

Bugs, Bugs, Bugs, aber immer an die Kohle denken

Falls sich jemand mit dem Gedanken herumschlägt, den neuen »Ultimate Team«-Modus für FIFA 09 zu kaufen: Lasst es bleiben. Das Ding steckt voller Bugs, und zwar nicht nur einfacher Buggelchen, sondern spielvernichtender Mega-Bugs.

Es wäre müßig, jeden einzelnen Fehler aufzulisten, denn es sind zu viele. Eigentlich ist der gesamte Content »broken«, wie es so schön heißt. Es langt, zu wissen, dass die an sich geniale Erweiterung aktuell absolut unspielbar ist. Da ist es egal, ob sämtliche Berichte wahr sind oder ausgedacht, schließlich sind Spielstandlöschungen, Komplettabstürze, andauernde Server-Disconnects, Zugriffsverweigerungen auf den Spielmodus und 10-minütige-Ladezeiten einzelner Karten schon heftig genug.

Die Warnhinweise auf »Rückerstattung nicht möglich« dürften in diesem Zusammenhang übrigens hinfällig sein, sollten sie nicht als Kundenverarsche wahrgenommen werden. Wer so einen Scheißdreck unters Volk bringt, muss entweder mit einer guten Entschädigung rüberkommen oder aber kommentarlos erstatten und einen dicken Schwamm über die Sache legen.

FIFA 09 Ultimate Team ist im aktuellen Zustand jedenfalls nicht zu gebrauchen, zumindest auf der Xbox 360. Sobald ein Update den Mist behebt, kann man sich das nochmal angucken, vorher aber: Finger weg!

Multikill nednenniW

Amoklauf Winnenden

An Tagen wie diesen fällt es unglaublich schwer, einen Controller in die Hand zu nehmen und am Bildschirm Kopfschüsse zu üben. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um ein Spiel der Marke Kane & Lynch, Gears of War oder Rainbow Six: Vegas handelt.

Unschuldige, Außerirdische, Terroristen — ganz egal.

Ich kann heute nicht wild herumballern. Nicht wegen Anti-Games-Propaganda in Funk und Fernsehen, und auch nicht, weil ich plötzlich einen Zusammenhang zwischen Spiel und Realität sehe.

Doch allein der Gedanke an Kill-Counter und mögliche XP verursacht ein übles Bauchwummern; ich fühle mich tatsächlich schlecht und mies und muss mich heftigst wundern.

Irgendwie scheint die Realität die Spiele eingeholt zu haben, sie zu überlagern, und das macht es noch verwirrender. Müsste, wenn alles für sich alleine stehen kann, wenn spielerische und echte Gewalt nichts miteinander zu tun haben… müsste ich dann heute nicht auch problemlos Gangster oder Space Marine spielen können?

Das sind schließlich nur Polygonköpfe und Pixelblut.

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