
This is for the hardest of the hardcore
Ninja Gaiden, N+, Ikaruga. Weeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeh, wie geil, und der Controller landet durchgenagt an der Wand aus dem Fenster auf der Straße.
Aber so muss das sein, oder nicht? Noch ein Versuch, noch ein Continue, noch ein Versuch, dreckskackmistverfickerscheiß ich kotz glei… noch ein Versuch, das muss doch irgendwie scheißendedrecksKACKEVERFICKTE!!!!
Ich steh drauf. Ich brauch das. Nicht immer. Aber immer mal.
Dabei kann ich beim besten Willen nicht von mir behaupten, ein sonderlich »guter« Spieler zu sein, der die außergewöhliche Herausforderung sucht, weil er sonst einschläft. Ich scheitere im Gegenteil so häufig wie regelmäßig an billigen Hürden und brauche für komplexe Passagen sicher doppelt so lange wie andere. Ich kann mir schlecht Muster merken, und ich übersehe am laufenden Bildrand wichtige Hinweise.
Trotzdem liebe ich Games mit hohem Schwierigkeitsgrad und bin extrem angenervt von all den lustig-locker-flockigen Durchzockspielchen der letzten Jahre.
Prince of Persia ist da nur die Spitze des Lalaberges.
Ich kann z.B. überaupt nicht nachvollziehen, wie gestandene Gamer ein Spiel wie »Mirror’s Edge« nur deshalb schlechtmachen, weil sie ein paar Mal zu oft von den Dächern gestürzt sind. Oder von den Bullen verprügelt wurden. Oder nicht wussten, auf welchem Weg es weiter geht.
Wenn alles so klar und einfach sein soll — guckt einen Film, verdammt nochmal!
Es gibt auch einen Unterschied zwischen schwierigen Spielen und schwer zugänglichen Spielen. Zwischen Lernkurve und Schwierigkeitsgrad. Es gibt Games, die einen drei Stunden lang in die Steuerung einführen und hinterher nur so dahinplätschern. Die allein deshalb unschaffbar sind, weil man mehr mit dem Controller kämpft als mit den Endgegnern. Weil man nach einer zweiwöchigen Pause nicht mehr weiß, was man machen muss.
Das ist 1.000mal schlimmer als jeder unfaire Endboss, und deshalb kacken auch die meisten Echtzeitstrategiespiele so derbe ab. Wenn ich vor jeder Session ein zweistündiges Tutorial durcharbeiten musss, kann ich auch darauf verzichten.
Oder (uiuiui) 95% aller Wii-Games, bei denen der Cursor macht, was er will, anstatt das, was ich geglaubt habe, ausführen zu können. Ernsthaft, die Wii frustriert mich deutlich mehr, als es ein Mirror’s Edge oder Ninja Gaiden II je könnte. Kamera hinundher oder beschissene Bossfights hochundrunter.
Keine Frage, NGII et al. sind schwere Spiele, richtig schwere Spiele, aber eben die »richtigen« schweren Spiele. Games, deren Prinzip und Bedienung man nach zwei Minuten raushat, und die einen DANN vor echte Herausforderungen stellen. Perfektes Timing, der richtige Bewegungsablauf, Move- und Schlagkombos, 200 Anläufe. Der ganze gute Scheiß eben, der uns schon vor 20 Jahren an den Bildschirm gefesselt hat, und der heute mehr und mehr verloren geht.
Zumindest gefühlt.
»Continue from last save?« You bet!
Am Ende gibt’s Endorphine satt und dieses geile Gefühl, etwas geschafft zu haben. Fix und alle, fertig, schweißgebadet, ausgepowered.
Dafür spiele ich doch schließlich auch. Ist ja kein Kaffeekränzchen hier…hehe.
7 Kommentare
Das einzige Spiel, das ich in den letzten hmm…. 10 Jahren gespielt habe, das eine perfekte Balance zwischen hohem Schwierigkeitsgrad und perfekter Zugänglichkeit gefunden hat und bei dem man zu keiner einzigen Sekunde das Gefühl hatte, es mit unfairem Spieldesign zu tun zu haben, war JAK 3 für die PS2. Großartige Atmosphäre, enorm forderndes und trotzdem jederzeit motivierendes Spielprinzip und sogar noch eine unterhaltsam erzählte, gute Story. Solche Games sind leider die absolute Ausnahme, ja. Selbst wenn ein Spiel mal mit hohem Schwierigkeitsgrad zu glänzen versucht, ist es im Regelfall einfach beschissen ausbalanciert und setzt auf hohe Gegnermassen und Unfairness als Designprinzip, statt auf liebevolle Detailarbeit der Designer. Schade.
(an N+ oder Ninja Gaiden traue ich mich aber trotzdem nicht)
Mirror’s Edge ist hier wohl das schlechteste aller Beispiele. Wo war denn die Steuerung bitte perfekt?
Mit 3 Knoten in den Fingern macht man einen einen Walljumpkick auf Gegner1, entwaffnet millisekundengenau Gegner2 nur um eine halbe Sekunde später den Gewehrkolben von Gegner3 und 4 zu fressen. Jetzt kannst du dir aussuchen, ob du während der Entwaffnung von Gegner3 stirbst oder beim Wegrennen.
Ich mag schwere Spiele, aber Mirror’s Edge fällt mit Sicherheit nicht in die Kategorie der “richtigen” schweren Spiele.
@Kazoom: Sehe ich anders. ME ist wie Impossible Mission oder so. Oder all diese 2D-Jump’n'Runs, bei denen einzelne Pixel entscheidend waren, ob man Sprünge landet oder in die Tiefe knallt. Hatte auch keine Knoten in den Fingern, noch nicht mal Krämpfe.
Ich fand Mirror’s Edge supergeil. Hab’s erst gestern auf Hard ohne ballern durchgezockt, und obwohl ich gefühlte 500 Mal neustarten musste, war es exakt richtig so.
Auf Normal mit Waffen — eine Variante. Auf Hard ohne Waffen — ein ganz anderes Spiel. Viel mehr rennen, springen, nachdenken. Viiiiiiiiiiiiiiiel mehr Tempo. Viel mehr Hektik, Herzklopfen.
Supergeil. :)
Als nächstes arbeite ich am 1.000 Tode Achievement von N+, hehe…
@Christian: Ninja Gaiden ist echt hart. Es ist so hart, dass man nach ein paar Wochen (oder gar Monaten) Abstinenz auch nicht wieder einsteigen kann. Man fragt sich die ganze Zeit, wie um Himmels Willen man es bis dahin geschafft hat und so.
Also… ICH finde es so hart, he.
JAK kenne ich nicht, hatte/habe keine PS2.
Aber die Gegnermassen, die Du als schlechtes Besipiel ansprichst, sind eben auch so ein Ding. Da kann man dann machen, was man will, das ist nicht mehr schwer, das ist unfair. Da muss man mit viel Glück richtig stehen… oder nimm das Ende von Gears of War. Das war auch nicht schwer, sondern bloß nervig-scheiße.
»Ja, Dreck, gut, dann eben nochmal.« — Hatte nie das Gefühl, als könnte ICH da viel ausrichten, sondern als läge es immer bloß am Design. Gibt noch viel mehr. Mir gingen ja auch große Teile von Half-Life 2 auf die Nerven. ;)
Ich würde dir unwidersprochen zustimmen, wenn es nur um “simple Actionspiele” geht. Denn da lässt die Freude darüber, dass man eine extrem frustige Stelle geschafft hat, den Frust als etwas nötiges erscheinen, um die Freude danach auch wirklich wert zuschätzen. Wenn ich so an Mega Man zurückdenke, dann fallen mir sofort ziemlich viele Stellen ein, die ich mit extremem Frust verbinde und auch heute noch die genaue Gegner/unsichtbare Blöcke Kombination weiß. Andererseits weiß ich aber auch noch genau wie großartig das Gefühl war, wenn dann die Stelle, bzw. die Stage überwunden war. Regelrecht Freudetrunken konnte ich da sein. Das letzte mal, dass mich ein richtig schweres Spiel so in dieses gegensätzliche Frust/Freude Getaumel gezogen hat, war bei Trauma Center.
Wo ich es aber hasse, wenn Spiele zu schwer sind, ist bei Sachen wie Zelda und allgemein Adventures/Rollenspiele. Hier will ich in die Welt eintauchen, neue Gegenden entdecken, Sidequests lösen und ganz allgemein die Atmosphäre genießen. Wenn ich da jetzt tagelang in einem Dungeon feststecke, dann frustriert mich das. Und zwar weniger in dem oben beschriebenen Sinne, wo der Frust nur als Tiefpunkt dient, um danach umso mehr Freude zu spenden, sondern ich werd dann schnell genervt und will endlich weiterkommen, um neue Ecken der Welt zu entdecken. Negativbeispiel: Metroid Prime. Bei den Teilen 1&2 hing ich jeweils an Endgegnern fest und hab dann nach dem Xten Versuch auch jeweils die Lust verloren. Obwohl der Rest des Spiels wirklich fein ist, verfluche ich jeden einzelnen Endgegnerkampf in diesen beiden Spielen.
Der KONSOLENJUNKIE hat also keine PS2. Gnihihi ;-)
Ja, der Stachel sitzt tief. Aber damals… also… zu meiner Verteidigung… ich war so angetan von Soul Calibur auf der Dreamcast, überhaupt von der DC, dass ich mich gegen die PS2 entschied. Als mir die DC dann geklaut wurde (inkl. aller Extras, ich muss heulen, wenn ich daran denke), und ich wieder mal die Wahl hatte, hat mich der Gamecube einfach mehr angelacht.
Rogue Squadron, Metroid Prime, Windwaker, Eternal Darkness, Pikmin, die Capcom 5 — und dann halt dieser Controller. :)
Irgendwie war nie Platz für eine PS2, wobei es mir aktuell ja doch in den Fingern juckt. So von wegen 99,- Euro und so, aber das besprechen wir dann nochmal in der #Selbsthilfegruppe. Zurück zum Thema.