Rudelzock-Portal Ansatz Konzept Idee Vorschlag Roh Unfertig Dummy Fix Brainstorming NichtFestnageln

Rudelzocken Lego Master Chief
Foto: BrickForge & BrickArms: Better Together von Dunechaser

Christian fragt nach eine Lösung für ein Rudelzock-Portal. Also hab ich mich hingesetzt und ihm den folgenden Text in sein Kommentarfeld getippt. Wurde etwas lang.

Daher als Beitrag hier und als Trackback dort. Diskutieren bitte weiter bei Christian, wird sonst zu zerfahren.

Hab aber eh keine Ahnung, wer das und wie man das und ob man das umsetzen kann und überhaupt. Dafür hab ich schon ein iPhone-App im Hinterkopf und ein WordPress-Plugin und tue so, als hätte ich alle Zeit der Welt…

Mah! Egal. Lesen »

Bret Easton Ellis: American Psycho [Buch]

Foto: Real Rats von What What und EMMA als Insider

Wenn Gamer über Gewalt in anderen Medien reden …

… kommt immer und immer wieder der Hinweis auf ein ganz bestimmtes Buch: »American Psycho« von Bret Easton Ellis.

Das steht dann so da als bestes Beispiel für die angeblich ungerechte Messlatte bei der Beurteilung von Videospielen. Hier ein Spiel mit ein paar Kopfschüssen und fliegenden Fetzen, dort ein Buch mit den detailliertesten Beschreibungen von Folterszenen diesseits der Fotos aus Abu Ghraib.

Und Ratten. OH! MEIN! GOTT! Ratten in einer Vagina.

Ich will nun weder eine langatmige Rezension schreiben, noch will ich hier großartig über die Wahrnehmungsunterschiede zwischen gespielter, gesehener und gelesener Gewalt schwadronieren. Ich will noch nicht mal behaupten, das Buch zur Gänze verstanden zu haben, denn es handelt sich nunmal um Fiktion, einen Roman, und da sind verschiedene (und vermeintlich falsche) Interpretationen unvermeidlich.

Mir geht es hier und heute einzig und allein darum aufzuzeigen, wie wenig sich American Psycho dazu eignet, a) Bücher als extrem gewalthaltiges Medium darzustellen und b) anhand seiner detaillierten Gewaltdarstellung die Gewalt in Videospielen zu relativieren.

Außerdem geht es mir um die perverse Bigotterie, die die meisten Kritiker-Gamer an den Tag legen, indem sie ein Buch schlechtreden, von dem sie lediglich Auszüge gelesen oder im schlimmsten Falle nur gehört haben.

Wie doof kann man sein, Leute?

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Zensur der Atmosphäre oder: Ich will mein Super Mario in uncut

Mario Splatter
Screen: Super Mario Rampage

Take-a dis, madderfucker!

Wenn in Deutschland mal wieder mal ein Spiel erscheint, bei dem Splatter-Effekte und brutale Zwischensequenzen weggekürzt wurden, schreien landauf, landab eifrige Forenuser und Blogbetreiber schockiert auf und heulen in ihre ohnehin schon vollgerotzten Taschentücher.

»BWUAAAAAAAAH!!! Zensur, Bevormundung, Unterdrückung, bwuaaaaaaaaaaaaaaah!!!«

Zwischen all dem Gekreische, Vorbestellungs-Gecancele und USK-Gebashe spucken die lustigen Hardcore-Heulsusen und Kunstfreiheitskämpfer gerne ein Wort via Tastatur in die Gesichter ihrer Leser:

Die Atmosphäre.

Für gewöhnlich »leidet« sie, die Atmosphäre. Sie leidet, wenn in einem Kriegsspiel doch kein Blut spritzen darf. Sie leidet, wenn ungschnitten persistente Leichen sich geschnitten auflösen. Sie leidet, wenn DE-Headshots keinen Meloneneffekt zeigen, und sie leidet ganz gewaltig, wenn die Farbe des Blutes nicht mehr einheitlich rot ist.

Sie leidet und leidet, geht kaputt und verschwindet vor lauter Leid auf einmal ganz. »Gar keine Atmosphäre mehr«, dürfen wir dann lesen. »Praktisch unspielbar«, »total verhunzt und weichgespült«.

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360 Live: Mythen, metzeln, Rollenspiel. Hey, ich glaub, Ihr kifft zu viel.

Mythen, metzeln, ficken
Foto: 360 Live, Januar 09

»Wer solche Freunde hat braucht keine Feinde mehr.«

Ich habe mir vorhin im Gameshop meines Vertrauens die UK-Version von Burnout Paradise besorgt. Geilesspielgehtabwiesau, aberegal. Die haben an der Kasse einen kleinen Fehler gemacht und mir dann — sozusagen als Entschuldigung — die 360 Live-Ausgabe von Dezember aufgenötigt.

Soweitsogut.

360 Live ist offenbar ein Ableger der deutschen gamesTM oder umgekehrt, mir schnuppe. Mit denen bin ich an anderer Stelle bereits aneinandergeraten und will das eigentlich nicht aufwärmen, aber ich frage mich nun doch, welche zugedröhnten Vollhonks da in München sitzen.

Rise of the Argonauts: Mythen, metzeln, Rollenspiel.
The Witcher: Männer-Rollenspiel: Gegner köpfen, Frauen verführen.

Das steht da auf dem Cover.
Mal unter uns: Die haben doch ‘nen Dachschaden.

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Digital Grenzen my Arsch [Update]

You are now entering Restricted Space, hold your Passport ready

So, seit heute kann man also »Operation Anchorage« herunterladen. 800 Microsoft Points für ein paar Zusatzstunden Fallout 3.

Leider werde ich weder auf der Marketplace-Seite noch sonstwo darüber informiert, ob der Inhalt multilingual, geschnitten, mit-allem-kompatibel oder wie bei Oblivion nur-für-ganz-bestimmte-Gruppen-von-ganz-bestimmten-Leuten gedacht ist.

Wozu auch? Interessiert ja keinen.

Wenn es so läuft, wie ich mir das vorstelle, dann lade ich mir heute Nachmittag das Paket herunter und stelle danach entsetzt fest, dass es mir meine US-Version zermatscht hat. Deutsche Texte über englischen, englische über deutschen, thanks vielmals, ihr geilen Fucker. Alle Versuche, den Mist zu deinstallieren, führen zu nix oder zumindest zu defekten Save-Games, was mich an den Start des Abenteuers zurückversetzt und die Atombombe nicht nur in Megaton zünden lässt.

Danach werde ich genervt versuchen, einen UK-Account anzulegen, inklusive Tunnel über die Schweiz (wo hab ich das nur schonmal gehört), um mir das Päckchen ein zweites Mal herunterzuladen. Drei Stunden später geht auch alles, aber leider muss ich in der Folge immer mit dem UK-Account angemeldet sein, wenn ich Fallout 3 spielen will.

Sollte es wieder Erwarten ohne UK-Daueranmeldung gehen, komme ich die nächsten paar Wochen nicht zum Zocken und ärgere mich Ende März über billige Import-Angebote einer »Fallout 3 Game of the Year« Edition.

Es ist einfach zum Kotzen.
So einfach.

Why zum Fuck can ich not einfach from hier aus auf UK-Content zugreifen? Was is this für ein rückständiger Bullshit?

Ich darf mir jedes x-beliebige Programm aus dem Netz saugen, aber sobald irgendwer irgendwo eine Dependance hat, gelten plötzlich andere Gesetze?!?! Ich KANN das einfach nicht glauben. Ich WEIGERE mich.

WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH!!!

Mir geht’s jetzt nicht besser, ich bin noch nicht mal richtig wach.

Update: Boris hat liebenswerterweise einen kurzen Eintrag zum Thema verfasst, der immerhin die Lokalisierungsfrage klärt. Mal Bethesda kontaktierten, ob sie wirklich Einfluss auf den Release haben…

I Am Alive Disappointed. Very Much So.

Screenshot: © 2008 Ubisoft Entertainment.

Auf Nummer sicher, hm?

Mei-o-mei, was könnte I Am Alive cool werden. Oder »hätte cool werden können«, wie’s aussieht.

Als die ersten Infos zu dem Spiel herauskamen, dachte ich schon, irgendjemand bei Ubisoft würde EA-Play lesen — aber haha, so’n Quatsch, die können vermutlich gar kein Deutsch.

Jedenfalls sah alles nach einem wunderbaren Bruch aus, nach einem Survival-Game ohne lästiges Herumgeballere, nach einem Ego-Sonstwas im Zivilisten-Millieu: Alles futsch und hinüber, Nahrung suchen, Überlebende suchen, Menschen retten, Tiere retten, Omas über die Straße helfen, der Nationalgarde den Weg weisen.

Und heute?

According to I Am Alive’s producer Alexis Goddard, the development team wants players to truely feel the intensity and power of the destruction and chaos that surrounds them.
Outside of surviving the fallout of collapsing buildings and navigating around giant open crevices where the earth has cracked leaving gaping cavities, players will need to find essential items such as water and eventually weapons and ammunition.

Es ist sowas von zum Heulen.

Wasser suchen. Waffen suchen. Wasser trinken. Gegner töten. Erstklassig.

Vermutlich haben sie kalte Füße bekommen, so von wegen »wird sich ohne Kämpfe und Waffen nicht verkaufen; das müsst Ihr ändern. Hey, don’t shoot the messenger, hehe. Get it? Don’t shoot, hehehe…«, und »Mirror’s Edge wollte auch keiner haben« und so.

Ubisoft, echt ey.
You Are a-Scheiß…

Wo bleiben die Musicals?

The Orange Box — Meet The Engenieer: © 2008 Valve

Singin’ in the Rain

Mal ernsthaft, OK? Mittlerweile dürfte doch in jedem standardisierten Gamer-Haushalt mindestens eine Plastikgitarre herumstehen und mindestens ein USB-Mikrofon in der Schublade vergammeln.

Wieso, oh großer Gamer-Gott, wird diese Peripherie ausschließlich für Spiele verwendet, in denen man ausschließlich singt und schrammelt? Wo bleiben die Cross-Over-Games, wo die musikalischen Zwischeneinlagen?

Ich rede hier nicht von First Person Singers oder einem Rockers’ RPG — ich rede von klassischem Musical-Material. Marcus Fenix in Gears of War 3: »Hey, good-lookin’, wanna roll?« Dann legt er das Lancer zur Seite, schnappt sich ne Klampfe und trällert den Yankie Doodle.

Mir fallen da ganz spontan 328 Ansätze ein; von fest eingeplanten Zwischensequenzen bis hin zu optionalen, alternativen Bosskämpfen, hehe. Gitarre eingestöpselt? Dann hat man die Wahl, ob man den BösenBuben™ wegpustet oder von der Weltbühne rockt.

Man nehme nur mal Battlefield: Bad Company. Das Spiel nimmt sich dankenswerterweise eh nicht allzu ernst, wieso sollte man das nicht noch toppen? Kurze Lagerfeuer-Session mit Blowin’ in the Wind, BOOOOOOOOOM, zurück an den Controller und ab dafür.

Ich meine das ernst.

Zelda für die Generation Musikantenstadl: Fable II (Xbox 360)

Screenshots: © 2008 Microsoft Corporation

Wofür sie besonders schwärmt, wenn es wieder aufgewärmt

Fable II klebt ein Schild an der Stirn, auf dem steht: »Ich bin das Spiel eines alten, verzweifelten Mannes. Er weiß es nicht besser, er liebt mich.«

Das mag man putzig finden, wie man Gehhilfen und Kriegsgeschichten putzig findet, man kann es auch ganz einfach beim Namen nennen: Fable II ist ein hilflos überkommener Mix aus öden Figuren, lahmen Quests und einem riesigen Berg an technischen Unzulänglichkeiten.

Sollte es jemals ein Generationenproblem bei Videospielen gegeben haben — hier steht es. Fable II, das eigentliche Fable I, der Versuch einer Wiedergutmachung, das förmliche Betteln um Anerkennung einer ehemals womöglich tollen Idee.

Hey, Opa! Ich will mein Geld zurück.

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Spiel auch mit den Schmuddelkindern

Soooooooooooooo traurig…

Allein unter Millionen

Habe gerade CatchFoucan zu meiner Freundesliste hinzugefügt. Das ist der Typ, der in dem Mirror’s Edge-Video durch die Gegend hüpft und meint, man solle ihn in den Leaderboards suchen, finden und schlagen. Seine Zeit schlagen.

Da die Bestenlisten aber immer nur 10 oder 20 Spieler anzeigen (seufz), muss man den Umweg über die Freundesliste nehmen. Außer, man befindet sich bereits in seiner Liga…

WAS-AUCH-IMMER!!! Komm zum Punkt!!!

Der Text da oben erscheint jedenfalls, wenn ein Xbox Live-Mitglied noch keine Freunde in der Liste hat. Ich finde, das ist einer der traurigsten Hinweistexte, die ich jemals in einem »Sozialen Netzwerk« gelesen habe. Mein erster Impuls war der Griff zu einem Taschentuch, danach wollte ich meine Mutter anrufen und fragen, ob sie mir einen Pflaumenkuchen schicken kann.

Dann wollte ich Sébastien Foucan eine E-Mail schreiben und ihn nach Hamburg einladen.

Snief.

Sorry.

Demo: Resident Evil 5 (Xbox 360)

Screenshot: © 2008 Capcom Co., Ltd.

Gott-o-Gott-o-Gott-o-Gott!!!

Ich war gestern bei einem guten Freund aus Japan, und wir spielten die Demo zu Resident Evil 5. Ich mach’s kurz: Ein kräftig stinkender Griff ins Plumpsklo.

Die Zombies (oder wasauchimmer) bewegen sich in Zeitlupe auf einen zu. Dann bleiben sie stehen und gucken doof. Stehen da und gucken einen an. Vielleicht ist das heutzutage so bei Zombies, und vielleicht sind das ja auch gar keine Zombies, aber what the fuck, Capcom, seid Ihr denn total bescheuert?!?

Wenn mich ein Zombie mit einer Axt angreift, dann soll der bitteschön auch damit ZUSCHLAGEN! Ja, die haben Kopfprobleme, aber seit wann ist Resident Evil denn ein Comedy-Game?

»Waaaah, töten!!! Uhm, was… mache… ich… hier? Muss… nachdenken…«

Und dann das Inventar. Ein Klick auf den Y-Button, und es legt sich ein Menü über den Schirm. Waffe mit dem linken Stick anwählen und… A drücken. Während das Spiel weiterläuft. Hallo?!?

HALLOOOOOOOOOOOOOOOOO!!!

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